Kontrola Varroa

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Varroabekämpfung

Varroamilben schädigen am meisten den Bienen, die bereits in der Brut sind. Infolgedessen sind viele jungen Bienen nicht mehr in der Lage Ihre pflichten in der Bienenfamilie zu erfüllen. Wegen Varroa verkürzt sich auch die Lebenszeit von jungen Bienen.

Das Ziel einer guten Imkereipraxis ist daher, die Anzahl der Varroa-Milben über das ganze Jahr so niedrig wie möglich zu halten.

Dafür müssen verschiedene Maßnahmen zur Befallsreduktion kombiniert werden, die der Trachtperiode und dem Volkszustand (Brutphase, brutfreie Phase) angepasst sind.

Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Biotechnische, nicht-chemische Maßnahmen (während der Tracht) - möglichst starke Behinderung der Varroa-Entwicklung im Frühjahr
  2. Hauptentmilbung (nach dem Abschleudern) – möglichst starke Reduktion der Varroazahl
  3. Restentmilbung (in der brutfreien Zeit) – möglichst wenige Varroamilben im Wintervolk und beim erneuten Start der Bruttätigkeit.

Oxal- und Ameisensäure, die aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit natürliche Bestandteile von Pflanzen und Honig sind, hinterlassen keine Rückstände im Honig und Wachs. Zwar sind sie ungiftig, jedoch auch aggressive und ätzende Chemikalien, daher muss man auch den unterschied zwischen den beiden kennen.

Oxalsäure ist nur dann wirksam, wenn alle Varroa-Milben schon auf den Bienen sind. Die Ameisensäure hingegen dring mit ihren Dämpfen in die Zellen der bedeckten Brut ein und vernichtet teilweise auch dort Varroa.

Der Grund für die Wirksamkeit von Oxalsäure - die bei Verwendung in einer Bienenfamilie ohne Brut 90-99% beträgt - ist ihre Säure und Zucker in der Lösung.

Ihre Verwendung wird in der Trachtzeit abgeraten.

Während dieser Zeit können API technische Maßnahmen gegen Varroamilben ergriffen werden (Schneiden des Stocks, Entfernen der bedeckten Brut, Herstellung von Puppen, Stuckateuren usw.).

Oxalsäure Sublimation

Varroa Bekämpfung durch Sublimation von Oxalsäure ist wieder aktuell geworden mit der Herstellung von Sublimationsvorrichtungen so genannten Sublimationen mit kontrollierter Oxalsäure Verdampfung.

Während der Sublimation steigen Oxalsäure Dämpfe in den Bienenstock auf und verteilen sich gleichmäßig auf die Bienen. Auf ihnen bildet sich eine dünne Schicht von Kristallen, die die Varroa zerstören, die Bienenfamilie jedoch nicht schwächen.

Oxalsäure wirkt auf die Bienen per Kontakt, sie übertragen die durch Berührungen und nicht durch Hämolymphe.

Nach dem Sublimationsprozess verbleiben Oxalsäure Kristalle an den Wänden des Bienenstocks, Rähmchen und auf Waben. Im Winter wenn sich die Feuchtigkeitskonzentration im Bienenstock erhöht, lösen sie sich allmählich auf und verschwinden vollständig.

Im Sublimationsprozess wird die Oxalsäure viel besser und gleichmäßiger unter die Bienen verteilt als beim Träufeln oder Verdampfungsverfahren.

Da die Dämpfe während der Sublimation alle Bienen gleichmäßig erreichen, reichen kleinere Mengen Oxalhydrat aus als bei anderen Verfahren. Daher verwenden wir 0,5 bis 2 g pro Bienenstock oder 0,5 bis 1 g pro besetzte Ladung, was die mehrfache Verwendung von Oxalsäure pro Bienengeneration ermöglicht.

Oxalsäure Träufeln

Für diesen Prozess wird eine Zuckerlösung von 2,5% Oxalsäure verwendet. Dies wird hergestellt, indem 35 g Oxalsäure Dihydrat in 1 Liter warmer Zuckerlösung (1 Teil weiches oder destilliertes Wasser + 1 Teil Zucker) gelöst werden. Nach den Erkenntnissen ausländischer Experten, die die alternative Kontrollstrategie für Varroa-Destruktoren in Mitteleuropa ausgearbeitet haben, ist die auf diese Weise hergestellte Zuckerlösung von Oxalsäure aufgrund unserer klimatischen Bedingungen im Spätherbst bzw. Winter am wirksamsten für die Bekämpfung von Varroa da es die Bienen am wenigsten negativ beeinflusst.

Beim Träufelverfahren wird die Behandlungslösung auf die Bienen in der Bienentraube und in den besetzten Wabengassen aufgeträufelt. Dies ist die einfachste und für den Anwender sicherste Anwendungsmethode.

Beim Sprühverfahren werden die von Bienen besetzten Waben gezogen und mit der Behandlungslösung beidseitig mit laut Gebrauchsanweisung erforderlichen Menge besprüht. Auf Anwenderschutz achten – unbedingt geeignete Atemschutzmaske verwenden!

Die Verwendung von Oxalsäure in der modernen Bienenzucht (und in den Händen eines ausgebildeten und erfahrenen Imkers) ist eine der wirksamsten und sichersten Methoden zur Bekämpfung von Varroa, da die Wahrscheinlichkeit einer Varroa-Resistenz gegen diese Säure minimal ist und die es auch keine Reste, die schaden könnten in den Bienen Produkten gibt.

Behandlung mit Ameisensäure

Die Behandlungseffizienz von Varroa mit Ameisensäure liegt zwischen 90 und 95%, die Wirksamkeit jedoch hängt von vielen Faktoren ab: von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, der Stärke der Bienenfamilie bis hin zur Belüftung Fähigkeit der Bienenfamilie von Bienenstock.

Bei Nutzung der Ameisensäure müssen wir besonders achtsam auf die Fläche von Säureverdunstug, das Volumen des Bienenstocks, die Stärke der Bienenfamilie, Konzentration und Dosierung der Säure sein.

Die Ameisensäure wirkt auch auf das verkalkte Brut, da es die Bienen dazu zwingt, infizierte Puppen zu entfernen bevor die sich in verkalkte Brutmumien verwanden.

Die Behandlung mit Ameisensäure können wir auf zwei weise durchführen:

Beim Verfahren von Langzeitverdünstung werden Verdampfer eingesetzt. Somit erreichen wir, dass die erforderliche Säurekonzentration, um die Varroa zu zerstören länger im Bienenstock verbleibt.

 Beim Verfahren von Kurzfristigen Verdünstung, so genannten Schockmethode, verdünsten die Ameisensäure in kürzer Zeit. Um solch eine Bekämpfung effektiver zu machen, muss der Vorgang mehrmals wiederholt werden.

Bei der Behandlung mit Ameisensäure, ist es empfehlenswert die Schockmethode zu benutzen. Nur bei dieser Methode können wir uns darauf verlassen, dass eine bestimmte Menge von Säure auch in einer bestimmten Zeit verdunsten wird.

Bei der Langzeitverdünstungs Methode, die 7 bis 10 Tage dauert, können an den Tagen, an denen wir Verdampfer in den Bienenstöcken haben, extreme Schwankungen der Außentemperaturen auftreten, was sich direkt auf die Zunahme der Ameisensäure Verdunstung und somit auch auf die Folgen bei Bienenbrut und Bienen auswirkt.

Vorteile:

  • rasche Befalls Reduktion – daher auch bei starkem Befall empfehlenswert
  • wirkt gegen Milben auf Bienen und in der verdeckelten Brut
  • keine Einschränkung der Anwendung auf bestimmte Verdunstertypen – Imker ist für Wahl der Verdunstungshilfe selbst verantwortlich
  • ein- bis mehrmalige Behandlung möglich, je nach Ausgangsbefall bzw. Milbeneintrag
  • bei richtiger Anwendung keine Rückstandsbelastung der Bienenprodukte

Nachteile:

  • Brut-, Bienenschäden bei Überdosierung oder hohen Außentemperaturen
  • starke Säure mit korrosiven Eigenschaften
  • Schutzmaßnahmen nötig: säurefeste Handschuhe, Schutzbrille
  • Wirkung ist witterungsabhängig: kann bei kühler, feuchter Witterung reduziert sein